Als ich „Flugmodus“ ins Leben rief, lautete der Untertitel der Seite „Gedanken zum Thema Digital Detox“. Ich wollte von meinen (stressigen) Erfahrungen mit digitaler Reizüberflutung berichten und Tipps an die Hand geben, wie man der ständigen Erreichbarkeit entkommt und die Oberhand im (digitalen) Leben behält.

Nach den ersten Beiträgen und Recherchen kristallisierten sich zwei Themenschwerpunkte für mich heraus – und so änderte ich den Untertitel der Seite in „Digital Detox in Beruf und Privatleben“.

Erst als ich Googles Entwicklerkonferenz I/O gesehen hatte und dort eine neue Android-Funktion vorgestellt wurde, mit der man seine Smartphone-Nutzung besser im Blick behalten kann, merkte ich, dass der Begriff „Digital Wellbeing“ mein Vorhaben und meine Zielstellung deutlich besser beschreibt als „Digital Detox“.

Detox (=“Entgiften“) impliziert für mich (!) immer eine zeitlich Begrenzung. Gibt man Detox bei Google ein, so findet man Beiträge zu Saftkuren, Entgiftungsbädern, Diäten und weiteren (Nahrungs-)Mitteln, mit denen man in wenigen Tagen bzw. Wochen Schadstoffe aus dem Körper schwemmt und ihn dadurch reinigt.

Übertragen auf die digitale Welt würde das bedeuten: Mach‘ dein Smartphone und deinen Laptop eine Woche aus, danach bist du tiefenentspannt und kannst so weitermachen wie vorher. Und genau das ist natürlich Quatsch.

Zwar kann ein Digital Detox vor Augen führen, wie sehr man von Smartphone & Co. abhängig ist (deshalb will ich das auch gar nicht schlechtreden bzw. benutze den Begriff ja auch selbst bzw. verweise darauf), aber ein langfristiger Erfolg (z.B. Stressreduktion) kann sich in meinen Augen nur einstellen, wenn man seine Nutzungsgewohnheiten analysiert und diese dauerhaft anpasst bzw. ändert. Schließlich bringt mir eine zweiwöchige Saftkur auch herzlich wenig, wenn ich die restlichen 50 Wochen im Jahr zu McDonalds renne, aber das ist ein anderes Thema…

Mittlerweile habe ich den Untertitel der Seite deshalb erneut geändert: „Digital Wellbeing in Beruf, Familie & Privatleben“ lautet dieser nun und beschreibt in meinen Augen am besten, was ich mit Flugmodus erreichen möchte: Dem Leser dabei helfen,  das eigene Nutzungsverhalten und die digitalen Gewohnheiten zu verstehen und langfristig zu verändern, um einen gesünderen Umgang mit Smartphone & Co. zu erlernen.

 

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